Im Herzen der Stadt befindet sich eines der charakteristischen klassizistischen Bauwerke von Ungarn, die kalvinistische Kirche - Große Kirche genannt -, die nach Worten von Zsigmond Móricz "wie ein Stier von Hortobágy sieht sie mit ihren zwei massiven Türmen der Zeit entgegen".
Die Eigensinnigkeit, die man auch den Worten des Schriftstellers entnehmen kann, steht mit der Geschichte des Gebäudes vollkommen im Einklang, da dieses zweimal - 1564 und 1802 - durch einen Brand vernichtet wurde. Die Glocke war ein Geschenk des Fürsten von Transsilvanien György Rákóczi I. im Jahre 1636. Der Fürst ließ aus dem Erzmaterial von Kanonen zwei Glocken - jeweils von 60 Tonnen - gießen, und er schenkte davon eine an die Stadtgemeinde Debrecen. Diese Glocke verlor ihren Klang 1802, weil sie infolge der unsachgemäßen Brandlöschung geborsten war.
Der Auftrag zur Planung wurde Mihály Péchy einem Major des Geniestabes erteilt, da aber seine Vorstellungen die Möglichkeiten überschritten, wurde die Aufgabe an den Kammerarchitekten József Thaler vergeben, der die Nutzung des alten Fundaments bevorzugte. Der erste Gottesdienst fand 1819 statt.